Neues aus der Schönheitsbranche

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Jedes Jahr veröffentlichen Fachvereinigungen für kosmetische Chirurgie Zahlen und Statistiken zur Entwicklung ihrer Branche. Allen Krisen zum trotz bleibt der Trend ungebrochen: Jahr um Jahr sind immer mehr Menschen bereit, bei ihrem Bestreben nach einem attraktiven Äusseren mit operativen Methoden nachzuhelfen. Das Trendbarometer zeigt dabei in Richtung minimal-invasive Eingriffe.

Rund 500.000 Schönheitsoperationen werden jährlich in Deutschland durchgeführt, in Österreich legen sich pro Jahr 40.000 Menschen unters Messer, in der Schweiz sind es 50.000. Weltweit auf Platz 1 in der Rangliste der häufigsten Schönheitskorrekturen liegen nach wie vor Brustvergrößerungen, gefolgt von Lidstraffungen, Bauchstraffungen und Nasenkorrekturen. Vor allem in Asien und den USA gehören inzwischen auch Eingriffe in den Intimbereich zu alltäglichen Operationen. Über 5400 US Amerikanerinnen entschieden sich für eine Verkleinerung der Schamlippen oder ließen diese auffüllen. Dass derartige Eingriffe auch im Westen für Frauen wichtiger immer werden, hängt unter anderem mit der relativ neuen Tendenz zu einem rasierten Intimbereich zusammen.

Dagegen hat sich der Trend zu einem immer niedrigeren Durchschnittsalter der Schönheitspatienten in Deutschland nicht fortgesetzt, so die jüngste Statistik der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC). Lag im Jahr 2011 das Durchschnittsalter noch bei knapp 39 Jahren, stieg dieser Schnitt 2012 auf 41 Jahre, wobei die Altergruppen 41-50 und über 60 den stärksten Zuwachs verzeichneten. Brustoperationen sind mit 23,5% gegenüber 29,2% im Vorjahr rückläufig, wogegen die Zahl der minimal-invasiven Eingriffe wie Faltenbehandlungen mit Hyaluronsäure und Botulinumtoxid weiter deutlich anzog, in Österreich gar um 150%. Somit stützt sich das seit etwa 2000 verzeichnete kontinuierliche Wachstum der Schönheitschirurgie vermehrt auf die steigende Nachfrage nach einfachen und möglichst ambulant durchgeführten Eingriffen.

Dementsprechend konzentriert sich der Markt zunehmend die Großstädte. So lagen vor allem bei Angeboten zu Unterspritzungen mit Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure Frankfurt, München und Hamburg im innerdeutschen Städtevergleich noch weiter vorne als in den Jahren zuvor. Rund zwei Drittel aller deutschen Schönheitspatienten sind verheiratet oder fest liiert, nur knapp ein Drittel alleinstehend, gut jeder sechste ist ein Mann. Die häufigsten Eingriffe bei deutschen Männern sind Fettabsaugungen und Lidstraffungen, bei den Jahrgängen bis 30 stehen allgemein Schweißdrüsenbehandlungen sowie Nasen- und Ohrenkorrekturen im Vordergrund.

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