Investmentfonds – Trend zu Nachhaltigkeit hält an

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Die Nachfrage für nachhaltige Geldanlagen wächst weiter. Das vergrößerte Angebot sorgt jedoch auch dafür, dass es für Privatkunden und Finanzberater immer schwieriger wird, Fonds zu finden, die sowohl hinsichtlich ihrer Performance überzeugen, als auch den ethischen Ansprüchen gerecht werden. Die Nachfrage für nachhaltige Geldanlagen wächst weiter. Das vergrößerte Angebot sorgt jedoch auch dafür, dass es für Privatkunden und Finanzberater schwieriger wird, Fonds zu finden, die sowohl hinsichtlich ihrer Performance überzeugen, als auch ethischen Ansprüchen gerecht werden.

Eines der Hauptprobleme bei der Bewertung der Nachhaltigkeit sind die unterschiedlichen Regeln und Maßstäbe, die die Produkte international erfüllen müssen. Denn nicht alle Maßnahmen gelten überall als gleich sinnvoll – oder gar ethisch. Das zeigt sich zum Beispiel im Energiesektor. Für viele Franzosen gilt Kernenergie nach wie vor als eine Form des aktiven Klimaschutzes. Dagegen dulden deutsche Anleger, die nachhaltig investieren wollen, Papiere von Firmen aus diesem Sektor schon lange nicht mehr in ihren Fonds, erläutert Slobodan Cvetkovic, Entwickler eines Systems, das gebrauchte Pflanzenöle zu Biokraftstoff weiterverarbeitet. Er betrachtet den gegenwärtigen Ruck in Richtung Nachhaltigkeit als eine Übergangsphase – spätestens 2020 werde Nachhaltigkeit zu einem allgemeinen Bewertungsstandart.

Ein weiteres aktuelles Problem stellt die globale Verflechtung der Herstellungsprozesse dar. Auch wenn sich nachhaltige Unternehmen verpflichten, Mindeststandards bei den Arbeitsbedingungen und dem Umweltschutz einzuhalten, ist es fast unmöglich, dies über alle Arbeitsprozesse hinweg durchzusetzen. Zudem können einzelne Produkte, die ein Unternehmen herstellt, möglicherweise für Zwecke genutzt werden, die moralisch fragwürdig sind, wie beispielsweise Unterstützung der Waffenproduktion durch die Herstellung von Schrauben.

Aufgrund dieser Probleme ist Transparenz eines der wichtigsten Schlagwörter bei nachhaltigen Investitionen. Ein guter Richtwert für ausreichende Transparenz ist die Unterzeichnung des Europäischen Transparenzkodex für Nachhaltigkeitsfonds. Darüber hinaus können freiwillige unabhängige Prüfungen Unternehmen eine transparente Arbeitsweise bescheinigen, wie es 2013 vom Immobilienfonds-Betreiber Fairvesta vorgemacht wurde. Einen Überblick über nachhaltige Fonds bietet die Webseite des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) . Eine eigens entwickelte Matrix soll die verschiedenen Fonds miteinander vergleichbar machen und so Anlegern ermöglichen, die für sie richtige Wahl zu treffen.

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