E-Wallet – Shoppen per Handy-Aufkleber

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Bei McDonalds, Aral, Douglas und Vapiano sorgt derzeit eine neue Bezahlmöglichkeit für Aufsehen: Kunden können dort ihre Rechnung per Smartphone begleichen, ganz ohne Bargeld oder Geldkarte. Möglich wird dies mit Hilfe der NFC-Technologie. Die oben genannten Ketten bieten dafür spezielle Terminals an. Der Nutzer selbst muss vor der Nutzung sein Handy zum einen mit einer entsprechenden App ausstatten und zum anderen einen NFC-Sticker auf das Smartphone kleben. Dieser wird durch die Terminals erkannt und ermöglicht die bargeldlose Zahlung. Bei Beträgen über 25 € müssen Kunden zusätzlich eine PIN angeben oder ihre Identität mit einer Unterschrift bestätigen. Der Dienst soll im kommenden Jahr von derzeit 10.000 Terminals auf 200.000 ausgebaut werden.

Das Angebot ist dabei für den Nutzer kostenlos. Er erhält außerdem durch Coupons die Chance, beim Einkaufen Geld zu sparen. Verantwortlich für die App ist die Firma Cashcloud, die im Bereich E-Wallet-Lösungen zum Marktführer werden möchte. Dementsprechend attraktiv ist das Konzept auch für den Endkunden: Die für ihn kostenfreie Lösung wird nicht nur für iPhone und Android-Smartphones angeboten, sondern kann auch in Online-Shops und über Twitter und Facebook genutzt werden. Zusätzlich lockt das „Social Payment eWallet“-Konzept durch Verdienstmöglichkeiten, bei der beispielsweise das Anwerben von Freunden mit cashcredits vergütet wird, die dann in echtes Geld umgetauscht werden können.

Der Dienst finanziert sich nach Aussagen des Geschäftsführers Olaf Taupitz durch Werbung und Marketing. Erlauben Kunden dem Unternehmen, ihr Kaufverhalten aufzuzeichnen, verdienen sich cashcredits und ermöglichen dem Anbieter, ihre Daten weiterzugeben und die Reklame zu personalisieren. Taupitz versucht derzeit vor allem Jugendliche zu erreichen, da sie als Digital Natives mit dem Dienst leichter umgehen können und auch Soziale Netzwerke intensiver nutzen. In der Zukunft ist es jedoch wahrscheinlich, dass sich die NFC-Technologie auch durch das Engagement von Kreditkarteninstituten verbreitet und sich die Zielgruppe entsprechend vergrößert. Bereits für 2017 wird das Marktpotential auf 600 Milliarden Euro geschätzt.

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