Laser gegen unerwünschten Haarwuchs

haarentfernung

Unter starker Behaarung leiden in der westlichen Kultur hauptsächlich Frauen. Unter den Achseln, auf den Oberschenkeln, im Schambereich oder an Bauch und Brust können das Selbstbewusstsein schmälern. Dieses auch Hirsutismus genannte Phänomen kann verschiedene Ursachen haben. Eine der häufigsten Gründe ist genetische Veranlagung, wobei vor Südländerinnen als prädestiniert gelten. Es kann jedoch auch krankhafte Ursachen haben, weswegen ein Gang zum Arzt auch dann sinnvoll ist, wenn kein psychischer Leidensdruck vorhanden ist. Hirsutismus kann nämlich ebenso Tumorerkrankungen anzeigen oder durch das polyzystische Ovarialsyndrom entstehen. Grundlage für den starken Haarwuchs ist in der Regel eine Überproduktion von männlichen Sexualhormonen.

Liegt kein pathologischer Grund für den vermehrten vor, kann es je nach Leidensdruck dennoch sinnvoll sein, Maßnahmen zu ergreifen. Häufig reicht schon das Bleichen der Haare aus. Die tägliche Rasur ist in den meisten Fällen die schlechteste Möglichkeit, die Haare zu entfernen, da sie dann noch sichtbarer nachwachsen. Inzwischen wurden außerdem verschiedene Medikamente entwickelt, die dabei helfen, den Haarwuchs einzudämmen. Eflornithin, eigentlich gegen die Schlafkrankheit eingesetzt, zeigt als Creme zwei Mal täglich aufgetragen deutliche Resultate. Allerdings lässt die Wirkung schon zwei Monate nach den Anwendungen nach und es ist nur für das Gesicht zugelassen. Laser Haarentfernungen führen in der Regel zu längerfristigen zufriedenstellenden Ergebnissen. Dabei werden die Strahlen eines Dioden-Lasers über die Pigmente der Haare bis zu den Haarwurzeln geleitet, wo sie in Wärme umgewandelt werden. Hierdurch wird die sog. Matrix der Haarwurzeln nachhaltig ausgetrocknet. Die Haut wird dabei weniger als bei anderen Methoden in Mitleidenschaft gezogen, da ausschliesslich das Farbpigment Melanin auf das Laserlicht reagiert.

Auch Antiandrogene sind zumindest teilweise für die Behandlung zugelassen. Sie wirken allerdings fruchtschädigend, sodass sie nicht während Schwangerschaften eingenommen werden dürfen. Außerdem können sie Leberschäden hervorrufen und es kann bis zu einem halben Jahr vergehen, bis ihre Wirkung sichtbar wird. Auch die Anti-Babypille reicht teilweise schon aus, um das Problem zu verringern. Allerdings ist eine mechanische Entfernung der Haare aufgrund der fehlenden Nebenwirkungen in vielen Fällen vorzuziehen. Eine sogenannte Anamnese ist jedoch vor allem bei unerklärlichem und plötzlichem Auftreten der Haare empfehlenswert. Leider übernehmen Krankenkassen die Kosten für Haarentfernungen in dem meisten Fällen  nicht – es sei denn, es liegen ärztliche Gutachten liegt vor.

Quelle:
http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/laserepilation-7937.php

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