Freizeittrend Homing

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Die Deutschen verbringen immer mehr Zeit zuhause. Allerdings umgeben sie sich dabei zunehmen gerne mit ihren Freunden oder Familienmitgliedern. Der Schwerpunkt bei diesem als Homing bezeichneten Tred liegt dabei auf dem gemeinsamen Miteinander. Cafés, Restaurants und Bars werden weniger häufig als früher als Treffpunkte genutzt. Dafür lädt man wieder häufiger zu sich nach Hause ein. Gemeinsames Kochen, Spiele- und Filmabende oder Diskussionsrunden ersetzen die gastronomischen Einrichtungen. Der Handel hat das Phänomen längst erkannt und bietet spezielle Artikel an, die für mehr Gemütlichkeit sorgen.

Ohnehin sind Anhänger des Homing investitionsbereit, wenn es um das eigene Zuhause geht. Sanierungen und Renovierungen sind häufiger. Vor allem der erhöhte Absatz von Kaminen lässt sich auf das Homing zurückführen. Der Garten wird ebenfalls wiederentdeckt, zumal Gartenmöbel zunehmend bequemer werden. Lounge Gruppen aus Rattan halten auch widrigen Wetterbedingungen stand und sorgen dafür, dass es auch im Garten gemütlich wird. Bei bedecktem Wetter bieten Gartenhäuser aus Holz eine bequeme Unterkunft, ohne dass das Zusammensein ins Haus verlegt werden muss. Genauso beliebt sind Wintergärten. Auch vor Balkonbesitzern macht das Phänomen nicht Halt. Nicht nur sie profitieren von wetterfesten Stehleuchten und Teppichen. Gerade in Städten werden Gärten und gemütlich eingerichtete Balkone immer beliebter.

Homing sorgt auch für die Wiederentdeckung der Gemütlichkeit. Passend dazu haben Kissen, Decken und Polster derzeit Hochkonjunktur. Felle und Teppiche wurden ebenfalls wiederentdeckt. Bei den Möbeln sind vor allem übergroße, kuschelige Sofas sind durch den Trend beliebter geworden. Außerdem investieren Deutsche zunehmend in Elektrokleingeräte wie Espressomaschinen, um auch zuhause nicht auf guten Kaffee verzichten zu müssen. Auch der Absatz für alkoholische Getränke ist im letzten Jahr etwas gestiegen. Das Marktforschungsinstitut GfK geht davon aus, dass die Gastronomie in Deutschland weitere Einbußen verkraften muss, während Baumärkte, Gartencenter und Hersteller von Unterhaltungselektronik weiterhin vom Homing-Trend profitieren dürften.

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